Komm zur Feuerwehr und sei aktiv dabei : "retten-löschen-bergen-schützen" Freiwillige Feuerwehr Bad Bertrich LZ1
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Start Grundwissen Hydrantenarten
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Um bei einem Brand schnell und effektiv Hilfe leisten zu können, ist ausreichend Wasser für die Feuerwehren die wichtigste Voraussetzung. Den Feuerwehren stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, Wasser an eine Einsatzstelle zu bringen. Zum einen besitzen unsere Löschfahrzeuge einen integrierten Wassertank, die ein Fassungsvermögen von 1000 L bzw. 600 L besitzt. Bei einem durchschnittlichen Wasserverbrauch im Erstangriff von 100L / min steht somit für die ersten Minuten genügend Wasser zur Verfügung. Schnellstmöglich muss jedoch auf alternative Reserven zurückgegriffen werden, da ein Abreißen der Wasserversorgung zum einen den Löscherfolg erheblich beeinträchtigen, schlimmer aber, das Leben der eingesetzten Einsatzkräfte gefährden kann.

Grundsätzlich gibt es für die Feuerwehr hierfür drei Möglichkeiten: Die Wasserentnahme aus einem offenen Gewässer wie z.B. einem Teich oder Bach, einem Unterflurhydranten oder einem Überflurhydranten.

Im folgenden möchten wir Ihnen kurz erläutern, warum es wichtig ist, dass auch Sie Unterflurhydranten erkennen, worauf Sie hierbei achten müssen und welche technischen Details noch so dahinter stecken.

Hier sehen Sie einen Unterflurhydranten. Diese sind in Gehwegen oder in Straßen verbaut und schließen mit der Bodenoberkante ab. Diese Hydranten sitzen immer genau auf den unterirdisch verlaufenden Wasserleitung.

Eine sehr große Schwierigkeit dieser versteckten Bauweise ist, dass viele Autofahrer ihr Auto auf Unterflurhydranten abstellen. Somit wird es uns im Ernstfall erschwert eine schnelle Wasserversorgung aufzubauen, da wir auf den nächsten Hydrant, der mehrere hundert Meter entfernt sein kann, ausweichen müssen.

Dieses Bild zeigt Ihnen einen solchen geöffneten Unterflurhydranten-Schacht mit der Öffnung  für ein Standrohr sowie dem Absperrventil.

In diesem Bild ist ein Standrohr für die Wassserentnahme mit einem Standrohrschlüssel zum öffnen des Ventils montiert.

Eine weitere Art der Wasserentnahmestelle ist der Überflurhydrant. Dieser fällt durch seine überirdische Bauweise auf. Der Überflurhydrant besitzt einen Fallmantel, unter welchem die zwei B-Abgänge montiert sind. Am Fuß des Überflurhydranten befindet sich noch ein weiterer A- Abgang.

Vielleicht haben Sie sich auch schon einmal gefragt  "was sind das für komischen rot/weiße Schilder die hier überall hängen?". Wir erklären Ihnen was sie bedeuten und welche Informationen den Schildern entnommen werden können...

Dieses Schild in weiß mit rotem Rand zeigt der Feuerwehr, wo der nächste Unterflurhydrant ist, sodass Feuerwehrkameradinnen bzw. Kameraden im Ernstfall schnellstens eine Wasserversorgung aufbauen können.

Unterflurhydranten sind unter der Straßenoberkannte bzw. Gehwegoberkannte eingebaut. Da Unterflurhydranten ohne diese Schilder meist schwer zu finden sind, wurden diese Schilder an sehr übersichtlichen Punkten montiert um das suchen insbesondere bei Dunkelheit oder Schnee zu erleichtern.

Die nächsten Bilder zeigen Ihnen wie man ein solches Schild erkennt und wo sich der dazugehörige Unter- oder Überflurhydrant befindet.

 

 

 

 

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In dem Nebenstehendem Bild sehen Sie an einem Übersichtlichem Punkt ein solches Hydrantenschild befestigt. Das darauf angebrachte Schaubild zeigt, wo sich der nächste Unterflurhydrant befindet. Man kann diesem Schild entnehmen, dass es sich um einen Hydranten mit einem Nenndurchmesser der Leitung von 150 mm handelt (H 150 Daten oben). Dies bedeutet für die Feuerwehr, dass hier rund 1.500 l/min Wasser entnommen werden können.
Weiterhin zeigt es die Entfernung in Meter zum nächsten Hydranten an. In diesem Fall sitz der Hydrant 12m nach Rechts und 8m vom Schild entfernt (Daten unten). Erklärung auf dem nächsten Bild.

Hier sehen Sie die eben angesprochenen Daten nochmals. Der Hydrant sitzt in 12m Entfernung nach Rechts und 8m nach Vorne.

 

 

 

 

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In unserem zweiten Beispiel finden Sie das Schild in Verbindung mit Wasserschieberschildern, welche Blau gekennzeichnet sind. Diese zeigen den Wasserwerken die Stellen, an denen die Wasserleitungen im Falle eines Rohrbruches oder Wartungsarbeiten abgesperrt werden können.

Das nebenstehende Bild zeigt Ihnen jetzt noch einmal den Standort eines Unterflurhydranten vom oberen Beispiel. Der Unterflurhydrant sitzt in der Mitte der Kreuzung mit 5,2 m nach Vorne und 8,1 m nach rechts.

 

 

 

 

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Weitere Hinweisschilder, deren Bedeutung kaum jemand kennt

Besonders wichtig ist das weiße Schild mit rotem Rand: Das H steht für Hydrant. Die Wasserspeier aus US-Filmen, mit denen sich die Kinder an heißen Sommertagen abkühlen, gibt es in Deutschland kaum. Deswegen müssen die Schilder den Weg zu den unauffälligeren unterirdischen Hydranten weisen. Wieder steht die Zahl nach dem H für den Rohrdurchmesser, z.B. H 100 für einen Hydranten mit einer Nennweite von 10 cm. Neben dieser offiziellen Version scheint es auch Varianten zu geben: Ein blauer Rand soll signalisieren, dass hier die Wasserleitung be- und entlüftet wird. Schilder mit grünem Rand weisen auf Hydranten hin, die die Feuerwehr nicht zur Wasserentnahme nutzen kann. Ein L bedeutet, dass die Drehrichtung ausnahmsweise links ist.


Das blaue Schild mit weißer DIN-Engschrift weist auf Wasserleitungen hin: Am häufigsten ist die kleine Variante (14×10 cm) für Anschlussleitungen zu finden. Das abgebildete 20×14 cm große Schild bedeutet: Hier gibt es einen Schieber (S) mit dem Rohrdurchmesser 100 mm, der sich 3,3 m rechts vom und 10,2 m vor dem Schild befindet. Mit einem solchen Schieber kann die Leitung z.B. bei Wasserrohrbrüchen geschlossen werden. Andere Buchstaben stehen für Anschlussventile (AV), Hauptschieber (HS), Entleerungsschieber (ES), Absperrklappen (K), Anschluss-Absperrhähne (AH) oder Lüftungsventile (LV), um nur einige zu nennen.


Gelbe Schilder mit schwarzer Schrift weisen auf Gasleitungen hin: Wie bei Wasserleitungen gibt es Schieber (S) und Absperrventile (AV), mit denen die Leitung geschlossen werden kann. Viele Feuerwehren weisen auf ihren Webseiten darauf hin, dass all diese Schilder besonders in Notfällen wichtig sind. Sind die Schilder beschädigt oder unlesbar, freut sich das Gas-, E- oder Wasserwerk über einen Hinweis. Und natürlich parken wir niemals auf einem Hydranten, Ehrenwort.


Ein orangenes Schild weist auf Fernwärmeleitungen oder Ölpipelines hin. Zumindest bei einigen Pipelines lassen sich Kilometerzahl und Richtungsänderungen am Schild ablesen. Damit man die Schilder bzw. die Leitung auch vom Hubschrauber aus finden kann, werden sie oft mit signalroten Hütchen versehen.


Schließlich gibt es weiße Schilder mit schwarzer Schrift, die auf Kabelleitungen hinweisen sollen, z.B. auf LWL-Kabel: Lichtwellenleiter, die man zumeist als Glasfaserkabel kennt. Die Kabel-Schilder gibt es auch mit kleinen Blitz-Symbolen. Bislang habe ich allerdings weder die weißen noch die orangenen Schilder in freier Wildbahn gesehen.


Und hier sehen sie ein grünes Schild.Hier befindet sich das Anschlussventil (AV) einer Abwasserleitung 1,3 m links und 2,7 m vor dem Schild. Bei Überflutungen sind vor allem die Hochwasserschieber (HS) wichtig.


Quelle : Wortfeld

 

 

 

 

 

 

 
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